Dr. phil. Nina Nowakowski

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Dr. phil. Nina Nowakowski

Fakultät für Humanwissenschaften (FHW)
Bereich Germanistik (GER)
Zschokkestr. 32, 39104 Magdeburg, G40D-380
Sprechzeiten: nach Vereinbarung per Mail
Vita
ab 2018      Wissenschaftliche Mitarbeiterin bei Prof. Dr. Norbert Kössinger am Institut III der Fakultät für Humanwissenschaften, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
bis 2018 Wissenschaftliche Assistentin bei Prof. Dr. Mireille Schnyder am Deutschen Seminar, Universität Zürich
bis 2015 Wissenschaftliche Mitarbeiterin bei Prof. Dr. Elke Koch am Institut für deutsche und niederländische Philologie, Freie Universität Berlin
bis 2011 Wissenschaftliche Mitarbeiterin bei Prof. Dr. Elke Koch am Seminar für deutsche Philologie, Georg-August-Universität Göttingen
bis 2009 Studium der Älteren deutschen Sprache und Literatur, Neueren deutschen Literatur und Soziologie, Freie Universität Berlin
Publikationen

1. Bücher

  • zusammen mit Julia Weitbrecht, Maximilian Benz, Andreas Hammer, Elke Koch, Stephanie Seidl, Johannes Traulsen: Legendarisches Erzählen. Optionen und Modelle in Spätantike und Mittelalter. Berlin 2019 (Philologische Studien und Quellen 273).
  • Sprechen und Erzählen beim Stricker. Kommunikative Formate in mittelalterlichen Kurzerzählungen. Berlin/Boston 2018 (Trends in Medieval Philology 35).

2. Aufsätze

  • triuwe erzählen. Zur Thematik von Konrads von Würzburg „Herzmäre“ im Cpg 341 und Cgm 714. Erscheint in: Konrad von Würzburg als Erzähler. Hrsg. v. Norbert Kössinger u. Astrid Lembke. Sonderheft der Beiträge zur mediävistischen Erzählforschung (BmE); bei den HerausgeberInnen.
  • Der Antagonist als Heilsvermittler. Zum Teufel in der Hutepisode der Reisefassung des „Brandan“. Erscheint in: Der Teufel und seine poietische Macht. Hrsg. v. Jutta Eming u. Daniela Fuhrmann (Verlag Walter de Gruyter); bei den Herausgeberinnen.
  • Personelle Prägnanz. Figurendarstellung und exemplarisches Erzählen in Heinrich Kaufringers „Suche nach dem glücklichen Ehepaar“. Erscheint in: Brevitas – Zeitschrift für vormoderne Kleinepik 1 (2019).
  • Eine biblische Heilige in klösterlicher Gemeinschaft: Maria Magdalena. In: Julia Weitbrecht u.a.: Legendarisches Erzählen. Optionen und Modelle in Spätantike und Mittelalter. Berlin 2019 (Philologische Studien und Quellen 273), S. 247-267.
  • Aporien des Agonalen. Strickers „Eigensinniger Spötter“ und die Grenzen zwischen Streitgespräch und höfischem strît. In: Mären als Grenzphänomen. Hrsg. v. Silvan Wagner. Berlin u.a. 2018 (Bayreuther Beiträge zur Literaturwissenschaft 37), S. 73-86.
  • Gattungsvagabund. Hans Folz’ „Witziger Landstreicher“ im Kontext der intergenerischen und intermedialen Dynamiken kleiner Reimpaardichtungen des späten Mittelalters. In: Beiträge zur Geschichte der deutschen Sprache und Literatur (PBB) 139/4 (2017), S. 579-593.
  • Vom Kasus zum Lapsus. Überlegungen zum reht zwischen Corpus Delicti und nuda veritas in Strickers „Der nackte Bote“. In: Rechtsnovellen. Rhetorik, narrative Strukturen und kulturelle Semantiken des Rechts in Kurzerzählungen des späten Mittelalters und der Frühen Neuzeit. Hrsg. v. Pia Doering u. Caroline Emmelius. Berlin 2017 (Philologische Studien und Quellen 263), S. 159-178.
  • zusammen mit Elke Koch: Sprechen in Kurzerzählungen. Zur poetischen und visuellen Reflexion mündlicher Kommunikation in Beichterzählungen des Cgm 714. In: Stimme und Performanz in der mittelalterlichen Literatur. Hrsg. v. Monika Unzeitig, Angela Schrott u. Nine Miedema. Berlin/Boston 2017 (Historische Dialogforschung 3), S. 83-109.
  • Übersetzungen als Interpretationen mittelhochdeutscher Literatur. Überlegungen zu Verständnismöglichkeiten von Strickers Kurzerzählung „Der kluge Knecht“. In: Scholarly Editing and German Literature: Revision, Revaluation, Edition. Hrsg. v. Lydia Jones, Bodo Plachta, Gaby Pailer, Catherine Karen Roy. Amsterdam/New York 2015 (Amsterdamer Beiträge zur neueren Germanistik 86), S. 231-251.
  • Alternativen der Vergeltung. Rache, Revanche und die Logik des Wiedererzählens in schwankhaften mittelhochdeutschen Kurzerzählungen. In: Rache - Zorn - Neid. Zur Faszination negativer Emotionen in der Kultur und Literatur des Mittelalters. Hrsg. v. Martin Baisch, Evamaria Freienhofer u. Eva Lieberich. Göttingen 2014, S. 73-100.

 

3. Kleinere Arbeiten

  • [Rezension] Inkulturation. Strategien bibelepischen Schreibens in Mittelalter und Früher Neuzeit. Hrsg. v. Bruno Quast u. Susanne Spreckelmeier. Berlin/Boston 2017 (Literatur Theorie Geschichte 12). In: Beiträge zur Geschichte der deutschen Sprache und Literatur (PBB) 141/1 (2019), S. 107-111 (DOI: https://doi.org/10.1515/bgsl-2019-0006).
  • [Tagungsbericht] Machtvolle Gefühle. Internationale Tagung vom 24.-26. September 2009 an der Freien Universität Berlin im Rahmen des Projekts „Emotionalität in der Literatur des Mittelalters“ des Berliner Sonderforschungsbereichs Kulturen des Performativen. In: JLTonline (13.04.2010); URL: http://www.jltonline.de/index.php/conferences/article/view/174/544

 

4. In Vorbereitung

  • Wahn, Witz und Wirklichkeit. Poetik und Episteme des Wahns vor 1800. Hrsg. v. Nina Nowakowski u. Mireille Schnyder (Wilhelm Fink Verlag).
  • Rat in Nürnberg. Zum Verhältnis von Politik und Literatur im 15. Jahrhundert. Erscheint in: Nach der Kulturgeschichte. Hrsg. v. Maximilian Benz u. Gideon Stiening (Verlag Walter de Gruyter).

5. Vorträge (soweit noch nicht veröffentlich)

  • „Letzter Prophet und erster Zeuge. Zu Johannes dem Täufer in der deutschsprachigen Bibelepik“, 26. Deutscher Germanistentag, 22.–25. September 2019, Saarbrücken
  • „Verheißung und Zweifel. wân als Modus der Prospektion bei Walther von der Vogelweide“, Tagung Wahn, Witz und Wirklichkeit. Poetik und Episteme des Wahns vor 1800, 1.-3. November 2018, Universität Zürich
  • „Von kommunikativen Fallstricken erzählen. Zu Missverständnissen in Mären“, 28. Juni 2017, Gastvortrag an der Universität Osnabrück
  • „Missverständnisse“, Vortrag und Podiumsdiskussion im Rahmen des Jahrestreffens der Gesellschaft für deutsche Sprache und Literatur in Zürich, 10. Mai 2017
Forschung

Schwerpunkte

  • Mhd. Kurzerzählungen bzw. Märendichtung
  • Historische Pragmatiken der Kommunikation
  • Legendarisches Erzählen
  • Mirakel

 

Mitglied im DFG-Netzwerk „Legendarisches Erzählen im Mittelalter. Formen, Funktionen und Kontexte der deutschsprachigen Heiligenerzählung“ (2015-2019)

 

Brevitas – wissenschaftliche Gesellschaft zur Erforschung vormoderner Kleinepik und Sonderheftreihe der Beiträge zur mediävistischen Erzählforschung (BmE):

https://ojs.uni-oldenburg.de/ojs-3.1.0/index.php/bme/navigationMenu/view/brevitas

 

Neuerscheinungen

Weitbrecht, Julia; Benz, Maximilian; Hammer, Andreas; Koch, Elke; Nowakowski, Nina; Traulsen, Johannes; Seidl, Stephanie (2019): Legendarisches Erzählen. Optionen und Modelle in Spätantike und Mittelalter. Berlin: Schmidt, Erich (Philologische Studien und Quellen, 273).

 

Aktuelles Forschungsprojekt

Mirakelpoetiken. Formen der Heilsvermittlung in deutschsprachigen Wundererzählungen des Mittelalters

Das Habilitationsprojekt widmet sich mittelalterlichen Wundererzählungen, die von der germanistisch-mediävistischen Forschung bislang eher wenig beachtet wurden, aber einen zentralen Bestandteil der umfangreichen religiösen Literatur der christlichen Vormoderne darstellen. Im Zentrum steht dabei der „Magnet Unserer Lieben Frau“, die umfangreichste deutschsprachige Mirakelsammlung, die im Rahmen der Arbeit erschlossen werden soll. Auf der Basis dieser Sammlung und mit Blick auf ihre Verbindungen zu vorgängigen Traditionen und Nachfolgern des Mirakelerzählens aus dem Raum Nürnberg wird der Versuch unternommen, wesentliche Aspekte einer Poetik des Wundererzählens nachzuzeichnen. Diese wird nicht als ausschließlich textuelles Phänomen aufgefasst, sondern im Hinblick auf die religiöse Funktionalität der Texte verstanden. Dazu wird ein methodischer Zugang erarbeitet, der die neuesten Erkenntnisse über die kontextuelle Gebundenheit von religiöser Literatur als religiöser Praxis aufgreift und weiterentwickelt. Eine Grundlage bildet dabei das in der jüngeren Forschung zur christlich-religiösen Literatur produktiv gemachte Konzept der Heilsvermittlung bzw. Heilsmedialität, das im Kontext des Projekts etwa um die Aspekte der Heilsvergewisserung und des Heilsvertrauens erweitert werden kann. Indem das Projekt die religiösen Funktionalisierungen der Texte im Sinne historischer Anforderungen (z.B. regionale Kultpraktiken oder ordensspezifische Interessen) ernst nimmt, will es einen Beitrag zur im Kontext der in den letzten Jahren diskutierten ‚Wiederkehr des Religiösen‘ wichtigen Frage leisten, wie religiöser Literatur aus literaturwissenschaftlicher Sicht adäquat begegnet werden kann.

 

Lehrveranstaltungen
  • °Ältere deutsche Literatur: Wunder in der mittelalterlichen Literatur - Miracles in Medieval Literature ( Link zur LV im LSF )

Letzte Änderung: 27.11.2019 - Ansprechpartner: Webmaster Germanistik