Tagung der "AG Sprache in der Politik", 26.-27.03.2020 in Magdeburg

Die Veranstaltung musste leider aufgrund der derzeitigen deutschland- und europaweiten Vorsichtsmaßnahmen rund um COVID-19 abgesagt werden und soll zu einem späteren Zeit nachgeholt werden. Weitere Informationen folgen.

 

"Vorsicht vor diesen Wörtern". Politikspracheforschung im medialen Diskurs

Konzept und Organisation: Prof. Dr. Kersten Sven Roth, Prof. Dr. Martin Wengeler

 

Ausgehend vom aktuellen Erfolg der framesemantischen Erklärungsansätze der Linguistin Elisabeth Wehling im massenmedialen Diskurs möchte die Tagung sich einerseits mit den Gründen für diese mediale Attraktivität des Angebots aus der Wissenschaft, andererseits aber auch kritisch mit den wissenschaftlichen Grundlagen der dabei vermittelten Konzepte und Vorstellungen von politischer Sprache beschäftigen. Dies wiederum soll vor allen Dingen Ausgangspunkt dafür sein, darüber hinausgehend einerseits nach den Gründen der Nicht- oder Kaum-Wahrnehmung anderer linguistischer Beschäftigung mit und Aufklärung über politischen Sprachgebrauch in der Öffentlichkeit zu fragen – respektive selbstkritisch zu reflektieren, wer und was in den letzten Jahren doch auch jenseits von Elisabeth Wehlings Framing-Konzept öffentliche Aufmerksamkeit erhalten hat. Andererseits soll noch einmal grundlegend danach gefragt werden, wie politolinguistische Forschung, die empirisch umfassend öffentliche Diskurse untersucht, ihre Forschungsergebnisse auch öffentlich vermitteln kann und sich selbst bei Medienschaffenden und PolitikerInnen als ExpertInnen für politische Sprache besser „verkaufen“ kann. Dabei soll auch Raum gegeben werden für durchaus vorhandene Medienerfahrungen von wissenschaftlichen AkteurInnen aus dem Bereich der empirischen politolinguistischen Forschung.

 

Programm

 

Mittwoch, 25. März 2020

 

ab 19.00: Warming-Up im Restaurant ALEX (Ulrichpl. 2, 39104 Magdeburg)

 

Donnerstag, 26. März 2020

 

9.00 – 9.15: Begrüßung

 

I) Das Konzept „Politisches Framing“

 

9.15 – 10.00: Martin Wengeler (Trier): Frames und Framing. Ein kritischer Überblick über sprach- und kommunikationswissenschaftliche Konzepte

 

10.00 – 10.45: Kristin Kuck (Magdeburg): Elisabeth Wehling als Erklärerin politischer Sprache – eine Mediendiskursanalyse

 

10.45 – 11.15: Kaffeepause

 

11.15 – 12.00: Ulrich Welbers (Düsseldorf): Geframtes Framing. Einige sprachphilosophische Anmerkungen zu Chancen und Problemen linguistischer Selbstpopularisierung und zu erneuerten Möglichkeiten einer narrativen Sprachgeschichtsschreibung

 

12.00 – 12.45: Wolfgang Teubert (Mannheim): Bedeutungen finden wir nicht im Kopf, sondern im Diskurs

 

12.45 – 14.15: Mittagspause

 

II) Erfahrungen mit Politolinguistik in der Öffentlichkeit

 

14.15 – 15.00: Josef Klein (Berlin): Beratung und Auftritt. Erfahrungen und Reflexionen eines Politolinguisten zum Umgang mit Politik und Medien

 

15.00 – 15.45: Armin Burkhardt (Magdeburg): Von der Initiative zur AG. Ein Rückblick mit Ausblick

 

15.45 – 16.15: Kaffeepause

 

16.15 – 17.00: Thomas Niehr (Aachen): Die AG Sprache in der Politik als wissenschaftliche Instanz für die Öffentlichkeit? – Ziele und Erfahrungen

 

Gemeinsames Abendessen

 

19.30 – 21.00: Abendveranstaltung mit Stephan Hebel (FR), Daniel Kraft (bpb), Jacqueline Schäfer (VRdS), Wolfgang M. Schmitt (YouTuber und Kritiker, "Die Filmanalyse" & "Die Politikanalyse"): Linguistik trifft Wirklichkeit – Was Praktiker sich von der Politolinguistik wünschen

 

 

 

Freitag, 27. März 2020

 

9.00 – 9.45: Anatol Stefanowitsch (Berlin): Gedanken zu einer normativen öffentlichen Sprachwissenschaft

 

9.45 – 10.30: Nina Janich (Darmstadt): "Unwort des Jahres" zwischen politolinguistischem Gegenstand, öffentlichem Aufreger und didaktischer Instanz

 

10.30 – 11.00: Kaffeepause

 

III) Politolinguistische Kompetenzen

 

11.00 – 11.45: David Römer (Trier): Linguistik für die Öffentlichkeit – Linguistik in der Öffentlichkeit

 

11.45 – 12.30: Martin Reisigl (Wien): Kritische Diskursanalyse als interventive Praxis. Versuch einer Zwischenbilanz

 

12.30 – 13.15: Kersten Sven Roth (Magdeburg): Umriss einer Arbeitsstelle für linguistische Gesellschaftsforschung

 

 

Organisatorisches

Anmeldungen bitte bis zum 15.03.2020 an Vanessa Kanz (vanessa1.kanz@ovgu.de).

 

Tagungsort

Die Tagung findet im Senatssaal der Universität – Gebäude 05, 2. Stock, Raum 205 – statt. Von der Straßenbahnhaltestelle „Universität“ in Richtung des Hauptcampus ist es das zweite Gebäude auf der linken Seite, hinter dem Campus Service Center. (Campusplan)

 

Anreise zur Universität...

… mit dem Auto:

  • über die A2 (aus Richtung Berlin bzw. Hannover), Abfahrt 70 "Magdeburg Zentrum" auf den Magdeburger Ring (E49/B189) in Richtung Süden, Abfahrt "Albert-Vater-Straße" auf die B1 in Richtung (Osten) bis zum Universitätsplatz (großer Kreisverkehr)
  • über die A14 (aus Richtung Halle/Leipzig), Abfahrt 105 "Magdeburg Sudenburg, Zentrum" auf den Magdeburger Ring (B81/E49/B71) in Richtung Norden, Abfahrt "Albert-Vater-Straße" (Helmstedt, Dessau, Burg, Zentrum, Olvenstedt) auf die B1 in Richtung "Dessau, Burg, Zentrum" (Osten) bis zum Universitätsplatz (großer Kreisverkehr).
  • über die B1 aus Richtung Westen bis zum Universitätsplatz (großer Kreisverkehr), nicht durch den Tunnel fahren; 3/4 des Kreisverkehrs umfahren und in die "Gareisstraße" abbiegen; an der ersten Ampel nach rechts in die "Henning-von-Tresckow-Str." abbiegen
  • Wenn Sie auf der B1 aus Richtung Osten (aus Richtung Dessau oder Burg) kommen, überqueren Sie die zwei Brücken über die Elbe. Anschließend an der zweiten Ampel nach den Brücken rechts in die Pfälzer Straße abbiegen.

… mit der Bahn:

  • Benutzen Sie den Hauptausgang des Hauptbahnhofs und nicht den Ausgang "Kölner Platz"
  • Linie 10: Haltestelle Verkehrsbetriebe/Hbf Richtung Barleber See/Pettenkoferstraße bis Haltestelle Universität
  • Linie 8: Haltestelle City Carré/Hauptbahnhof Richtung Neustädter See bis Haltestelle Universität

… zu Fuß vom Hauptbahnhof (ca. 15-20 Minuten):

  • vom Hauptausgang des Hauptbahnhofs gehen Sie gerade auf den Eingang des Einkaufzentrums City Carré zu
  • gehen Sie quer durch das City Carré durch und überqueren Sie die Ernst-Reuter-Allee
  • laufen Sie die Ernst-Reuter-Allee Richtung Osten bis zum Breiten Weg
  • auf die Fußgänger-Zone Breiter Weg nach links einbiegen
  • der Fußgänger-Zone bis zum Universitätsplatz folgen
  • von dort aus ist bereits das gläserne Hauptgebäude (leicht rechts) zu sehen (Campus)

Letzte Änderung: 02.06.2020 - Ansprechpartner: Webmaster Germanistik