Aktuelles
Stellenausschreibung für die Studentische Mitarbeit in der Germanistischen Linguistik (AlGf)
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Der Fachbereich Germanistische Linguistik sucht für die Arbeitsstelle für linguistische Gesellschaftsforschung (AlGf) zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine studentische Hilfskraft mit einem Stundenumfang von 20 Stunden pro Monat. Zu den Aufgaben gehören z.B. · regelmäßige Aktualisierung des Instagram-Accounts · Pflege der Website (algf.ovgu.de) · Recherchetätigkeiten · Unterstützung bei Antragsstellungen u.ä. Für die Stelle sind vor allen Dingen Eigeninitiative, Verlässlichkeit und ein gutes persönliches Zeitmanagement von großer Bedeutung. Spezielle linguistische Kompetenzen sind dagegen nicht erforderlich. Bitte wenden Sie bei Interesse Ihre Bewerbungsunterlagen (Angaben zu Studiengang und Fachsemester; kurzes Motivatiosschreiben, tabellarer Lebenslauf, auf Wunsch weitere Nachweise) bis zum 15.02.2026 an kersten.roth@ovgu.de |
Online-Buchvorstellungam 10.02.2026 um 16 Uhr
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Buchvorstellung mit den Herausgebern und Beiträger*innen im Kolloquium des Netzwerkes Historische Wissens-und Gebrauchsliteratur
Zugang: https://mluconf.uni-halle.de/b/sim-zq3-8re-txy
Dr. Marco Heiles (Hamburg), PD Dr. Björn Reich (Erlangen), Dr. Matthias Standke-Hart (Magdeburg)
Alle Infos gibt es auch im Netz: https://hwgl.hypotheses.org/2859 |
Treffen der Mittelalter Germanistik Ost an der OVGU
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Am 28.11.2025 war es soweit, das Team der Magdeburger ÄdL durfte als Gastgeber auftreten. Gut 20 Mediävist*innen versammelten sich zum sogenannten „Treffen der Mittelalter Germanistik Ost (MGO)“ in Magdeburg. Das Treffen dient der Vernetzung und dem Austausch der Mitarbeiter*innen von insgesamt elf universitären Standorten, an denen in der älteren deutschen Sprache, Literatur und Kultur gelehrt und geforscht wird. So versammelten sich diesmal Vertreter*innen aus Berlin, Chemnitz, Dresden, Greifswald, Jena, Leipzig, Magdeburg und Potsdam, um in angenehmer Atmosphäre sich über die jeweilige Situation und Neuigkeiten aus dem Fach auszutauschen. Neben der Präsentation und Diskussion von Promotionsvorhaben gab es auch Zeit, in die neuesten Publikationen der Anwesenden zu schauen. Auf der Tagesordnung standen aber auch die alltäglichen Fragen, wie die nach dem Umgang mit bzw. dem produktiven Einsatz von KI in der Lehre oder die nach neuen Prüfungsformaten und der Rückkehr zur Anwesenheitspflicht in bestimmten Veranstaltungen. Mit vielen neuen Eindrücken und um Erfahrungen aus den anderen Standorten bereichert klang der Tag bei einem gemeinsamen Abendessen aus und wir freuen uns nun auf das nächste Treffen der MGO im Jahr 2026, dann in Greifswald.
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Germanistik/Lehramtsstudent Joshua Joshua Lütge erhält den Gesonderten Förderpreis der Märchen-Stiftung Walter Kahn
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Joshua Lütge ist für seine Bachelorarbeit zum Thema „Vermittlung von Diskursivität oder kulturellen Stereotypen? Eine Analyse ausgewählter Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm für den DaF/DaZ-Unterricht“, die von Prof. Dr. Karina Becker und Dr. Kirsten Reimers betreut wurde, mit dem Gesonderten Förderpreis der Märchen-Stiftung Walter Kahn ausgezeichnet worden. Das Preisgeld beträgt 1.500€. Wir gratulieren ihm für diese besondere Auszeichnung!
Aus der Pressemittelung: "Die Arbeit wirft einen kritischen Blick auf den Einsatz von Märchen im DaF/DaZ-Unterricht und plädiert für einen kulturwissenschaftlichen bzw. diskursiven Paradigmenwechsel in der Märchenvermittlung, der kulturelle Stereotype und biedermeierliche Moralvorstellungen nicht reproduziert, sondern diskutiert und einordnet. An den beiden Märchen „Aschenputtel“ und „Die Bremer Stadtmusikanten“ führt er tiefgehende kulturreflexive und diskursive Märchenanalysen durch und diskutiert die Texte und deren Einsatz im DaF/DaZ-Unterricht unter Berücksichtigung aktueller Forschungen. Herrn Lütge gelingt es, aktuelle Fragestellungen mit neuen methodischen Ansätzen zu verknüpfen und über den innovativen Ansatz diskursiver/kulturreflexiver Stolpersteine den Landeskunde-Unterricht im DaF/DaZ-Unterricht perspektivisch weiterzuentwickeln" https://www.maerchen-stiftung.de/wp-content/uploads/2025/08/PM-LRPGFP2025-Lang-und-Luetge-final.pdf |
Neuerscheinung
Welche neuen Fragen von Verantwortung stellen sich durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI)? Ist die Menschheit der Verantwortung für die Erde, die sie im Zeitalter des ‚Anthropozän‘ mehr denn je tragen zu müssen scheint, eigentlich gewachsen? Diese und verwandte Fragen stellt der Sammelband Technisches Handeln und Verantwortung, der im Frühjahr 2025 im Verlag Springer VS erschienen ist. Die darin versammelten Beiträge gehen auf eine FHW-Ringvorlesung für Studierende aller Fakultäten zurück die PD Dr. Sebastian Böhmer und Prof. Dr. Thorsten Unger im Sommersemester 2023 an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg durchgeführt haben.
„Dies, das, Ananas“ – Kooperationsprojekt von Theater und OvGU ist aufgeführt worden
Ein aufregendes und einzigartiges Studien-Projekt ist am 12. Juni 2025 im Schauspielhaus Magdeburg zu einem ganz besonderen Abschluss gekommen. Mit der Frage „Was beschäftigt Menschen in Magdeburg?“ sind Master-Studierende aus den Studiengängen Lehramt und Mediengermanistik im Sommer und Herbst 2024 in der Stadt unterwegs gewesen, um Interviews mit Magdeburger:innen zu führen.
Denn so sehr der öffentliche Diskurs von den immer wieder gleichen Themen gerade „verstopft“ wird, so wenig bekommen jene Themen eine Bühne, die die Menschen im Alltag, im Leben, außerhalb des medialen Kampfes um Deutungshoheit beschäftigen.
Das durch die Interviews entstandene Textmaterial wurde unter der Leitung von Dramaturgin Katrin Enders (Theater Magdeburg) und mit der Unterstützung von Prof. Kersten Roth und Kathrin Hamann (Germanistische Linguistik, OvGU) von den Studierenden zu Texten geformt. Diese wurden am 12. Juni von Mitgliedern des Schauspielensembles vor dem ausverkauften Casino des Schauspielhauses zum Leben erweckt.

Der Abend begann mit einer kurzen Gesprächsrunde, in der die Studierenden ihre Eindrücke aus dem Projekt mit dem Publikum teilten. Dann wurde die Bühne für die Schauspieler:innen geräumt. Zwei „Stimmengewitter“ rahmten den Vortrag – Kollagen von Aussagen aus jenen Interviews, die spontan mit Passant:innen auf der Straße entstanden waren. Dazwischen wurden fünf „Typen-Monologe“ performt – das Ergebnis der Textarbeit mit jenen Interviews, die mit eigens ausgewählten Personen geführt worden waren. Die Stimmung auf der Bühne wechselte rasant – von unterhaltsam zu melancholisch, von wütend zu dankbar, von verächtlich und distanziert über sorgenvoll bis hin zu anrührend und verletzlich. Für die Studierenden und diejenige, die das Projekt begleitet hatten, ein ganz besonderer Moment, als die Schauspieler:innen den Texten, an denen im Projekt monatelang gearbeitet worden war, durch ihre Performance eine völlig neue Dimension verliehen.


Zum Abschluss des Abends fanden sich alle Projektteilnehmenden auf der Bühne ein, um mit dem Publikum und dem Schauspielensemble über das eben Erlebte ins Gespräch zu gehen. Es blieb weiter abwechslungsreich: Die Debatte erstreckte sich vom Interesse an Projekthintergrund und Methodik über kritische Fragen zur Sichtbarkeit von migrantischen Stimmen bis hin zu Reflexionen der gesellschaftlichen und politischen Lage. Und immer wieder die Aufforderung: „Das kann an dieser Stelle nicht aufhören, das muss irgendwie weitergehen!“
Ob es das tun wird? Wer weiß. Der Erfolg des Abends lässt sich jedenfalls sehr treffend mit dieser Aussage aus dem Publikum zusammenfassen: „Genau das hat Magdeburg gebraucht.“


