Aktuelles

„Back to Basics: Grundlagen der Schulgrammatik - ein Kompetenztraining für solide wissenschaftliche Schreibfertigkeiten"

Im kommenden Sommersemester startet eine neue Veranstaltungsreihe mit dem Titel „Back to Basics: Grundlagen der Schulgrammatik - ein Kompetenztraining für solide wissenschaftliche Schreibfertigkeiten". Ziel des Moduls ist es, schulgrammatisches Wissen zu reaktivieren, zu vertiefen und gezielt für das wissenschaftliche Schreiben nutzbar zu machen. Nähere Informationen entnehmen Sie bitte der beigefügten Übersicht (Chart)

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Treffen der Mittelalter Germanistik Ost an der OVGU

Am 28.11.2025 war es soweit, das Team der Magdeburger ÄdL durfte als Gastgeber auftreten. Gut 20 Mediävist*innen versammelten sich zum sogenannten „Treffen der Mittelalter Germanistik Ost (MGO)“ in Magdeburg.

Das Treffen dient der Vernetzung und dem Austausch der Mitarbeiter*innen von insgesamt elf universitären Standorten, an denen in der älteren deutschen Sprache, Literatur und Kultur gelehrt und geforscht wird. So versammelten sich diesmal Vertreter*innen aus Berlin, Chemnitz, Dresden, Greifswald, Jena, Leipzig, Magdeburg und Potsdam, um in angenehmer Atmosphäre sich über die jeweilige Situation und Neuigkeiten aus dem Fach auszutauschen.

Neben der Präsentation und Diskussion von Promotionsvorhaben gab es auch Zeit, in die neuesten Publikationen der Anwesenden zu schauen. Auf der Tagesordnung standen aber auch die alltäglichen Fragen, wie die nach dem Umgang mit bzw. dem produktiven Einsatz von KI in der Lehre oder die nach neuen Prüfungsformaten und der Rückkehr zur Anwesenheitspflicht in bestimmten Veranstaltungen. Mit vielen neuen Eindrücken und um Erfahrungen aus den anderen Standorten bereichert klang der Tag bei einem gemeinsamen Abendessen aus und wir freuen uns nun auf das nächste Treffen der MGO im Jahr 2026, dann in Greifswald.

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Germanistik/Lehramtsstudent Joshua Joshua Lütge erhält den Gesonderten Förderpreis der Märchen-Stiftung Walter Kahn

24.10.2025 -

Joshua Lütge ist für seine Bachelorarbeit zum Thema „Vermittlung von Diskursivität oder kulturellen Stereotypen? Eine Analyse ausgewählter Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm für den DaF/DaZ-Unterricht“, die von Prof. Dr. Karina Becker und Dr. Kirsten Reimers betreut wurde, mit dem Gesonderten Förderpreis der Märchen-Stiftung Walter Kahn ausgezeichnet worden. Das Preisgeld beträgt 1.500€. Wir gratulieren ihm für diese besondere Auszeichnung!

Aus der Pressemittelung: "Die Arbeit wirft einen kritischen Blick auf den Einsatz von Märchen im DaF/DaZ-Unterricht und plädiert für einen kulturwissenschaftlichen bzw. diskursiven Paradigmenwechsel in der Märchenvermittlung, der kulturelle Stereotype und biedermeierliche Moralvorstellungen nicht reproduziert, sondern diskutiert und einordnet. An den beiden Märchen „Aschenputtel“ und „Die Bremer Stadtmusikanten“ führt er tiefgehende kulturreflexive und diskursive Märchenanalysen durch und diskutiert die Texte und deren Einsatz im DaF/DaZ-Unterricht unter Berücksichtigung aktueller Forschungen. Herrn Lütge gelingt es, aktuelle Fragestellungen mit neuen methodischen Ansätzen zu verknüpfen und über den innovativen Ansatz diskursiver/kulturreflexiver Stolpersteine den Landeskunde-Unterricht im DaF/DaZ-Unterricht perspektivisch weiterzuentwickeln"  https://www.maerchen-stiftung.de/wp-content/uploads/2025/08/PM-LRPGFP2025-Lang-und-Luetge-final.pdf

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„Dies, das, Ananas“ – Kooperationsprojekt von Theater und OvGU ist aufgeführt worden

Ein aufregendes und einzigartiges Studien-Projekt ist am 12. Juni 2025 im Schauspielhaus Magdeburg zu einem ganz besonderen Abschluss gekommen. Mit der Frage „Was beschäftigt Menschen in Magdeburg?“ sind Master-Studierende aus den Studiengängen Lehramt und Mediengermanistik im Sommer und Herbst 2024 in der Stadt unterwegs gewesen, um Interviews mit Magdeburger:innen zu führen.

Denn so sehr der öffentliche Diskurs von den immer wieder gleichen Themen gerade „verstopft“ wird, so wenig bekommen jene Themen eine Bühne, die die Menschen im Alltag, im Leben, außerhalb des medialen Kampfes um Deutungshoheit beschäftigen. 
Das durch die Interviews entstandene Textmaterial wurde unter der Leitung von Dramaturgin Katrin Enders (Theater Magdeburg) und mit der Unterstützung von Prof. Kersten Roth und Kathrin Hamann (Germanistische Linguistik, OvGU) von den Studierenden zu Texten geformt. Diese wurden am 12. Juni von Mitgliedern des Schauspielensembles vor dem ausverkauften Casino des Schauspielhauses zum Leben erweckt.


Der Abend begann mit einer kurzen Gesprächsrunde, in der die Studierenden ihre Eindrücke aus dem Projekt mit dem Publikum teilten. Dann wurde die Bühne für die Schauspieler:innen geräumt. Zwei „Stimmengewitter“ rahmten den Vortrag – Kollagen von Aussagen aus jenen Interviews, die spontan mit Passant:innen auf der Straße entstanden waren. Dazwischen wurden fünf „Typen-Monologe“ performt – das Ergebnis der Textarbeit mit jenen Interviews, die mit eigens ausgewählten Personen geführt worden waren. Die Stimmung auf der Bühne wechselte rasant – von unterhaltsam zu melancholisch, von wütend zu dankbar, von verächtlich und distanziert über sorgenvoll bis hin zu anrührend und verletzlich. Für die Studierenden und diejenige, die das Projekt begleitet hatten, ein ganz besonderer Moment, als die Schauspieler:innen den Texten, an denen im Projekt monatelang gearbeitet worden war, durch ihre Performance eine völlig neue Dimension verliehen.

 

Zum Abschluss des Abends fanden sich alle Projektteilnehmenden auf der Bühne ein, um mit dem Publikum und dem Schauspielensemble über das eben Erlebte ins Gespräch zu gehen. Es blieb weiter abwechslungsreich: Die Debatte erstreckte sich vom Interesse an Projekthintergrund und Methodik über kritische Fragen zur Sichtbarkeit von migrantischen Stimmen bis hin zu Reflexionen der gesellschaftlichen und politischen Lage. Und immer wieder die Aufforderung: „Das kann an dieser Stelle nicht aufhören, das muss irgendwie weitergehen!“


Ob es das tun wird? Wer weiß. Der Erfolg des Abends lässt sich jedenfalls sehr treffend mit dieser Aussage aus dem Publikum zusammenfassen: „Genau das hat Magdeburg gebraucht.“ 

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Ehrung, Abschied und Dank für Ursula Föllner und Saskia Luther

01.11.2024 -

 

 Bild Föllner LutherMit dem Ende des Sommersemesters 2024 hat für Ursula Föllner und Saskia Luther, beide seit über drei Jahrzehnten als Wissenschaftlerinnen und Dozentinnen in der Magdeburger Germanistik tätig, ihre Dienstzeit an der OvGU geendet. Das ganz besondere Verdienst beider besteht im Aufbau und der Leitung der „Arbeitsstelle Niederdeutsch“, einer in dieser Form einzigartigen Forschungs- und Beratungseinrichtung zur wissenschaftlichen Beschreibung und Pflege des Niederdeutschen. Als Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Sprachpflege und Kulturpolitik ist die Institution, die gemeinsam von OvGU und Landesheimatbund Sachsen-Anhalt getragen wird, für den Lehrstuhl Germanistische Linguistik, die Universität und schließlich auch das Land Sachsen-Anhalt selbst unverzichtbar geworden – nicht zuletzt zur Erfüllung der von ihm eingegangenen Verpflichtungen aus der Europäischen Charta der Regional- und Minderheitensprachen.

Das Team Germanistische Linguistik hat Ursula Föllner und Saskia Luther am 9. Juli mit einer kleinen Feststunde im Senatssaal überrascht, an der neben zahlreichen Weggefährtinnen und -gefährten und gegenwärtigen Kolleginnen und Kollegen von innerhalb und außerhalb der Universität auch eine überaus illustre Reihe von Grußrednerinnen und -rednern für Ihre Institutionen die besonderen Leistungen der beiden Kolleginnen gewürdigt haben: Frau Wiedemeyer sprach für die Staatskanzlei Sachsen-Anhalt, Rektor Prof. Dr. Strackeljan für die Universität Magdeburg, Dekan Prof. Dr. Frank Bünning für die FHW und Herr Pallatini für den Landesheimatbund.

Schließlich überreichten Prof. Kersten Sven Roth, als Inhaber der Professur für Germanistische Linguistik auch künftig verantwortlich für den Bereich Niederdeutsch an der OvGU, gemeinsam mit den Mitarbeitenden der Arbeitsstelle, Alicia Gauter und Christian Sadel, eine von ihnen zu Ehren von Ursula Föllner und Saskia Luther herausgegebene Festschrift, zu der zahlreiche renommierte Fachkolleginnen und -kollegen Beiträge geliefert haben (siehe dazu „Publikationen“ in diesem Newsletter).

Der Bereich Germanistik dankt Ursula Föllner und Saskia Luther für ihre großartige Arbeit nicht zuletzt als bei den Studierenden sehr geschätzte Dozentinnen und wünscht alles Gute für den Ruhestand!

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Radio-Essay von Janett Haid: Victor Klemperers LTI – Ist ‘Nie wieder!’ wirklich jetzt?

26.07.2024 -

Der Bereich Germanistik freut sich, auf den bedeutenden Beitrag unserer Mitarbeiterin der germanistischen Linguistik,  Frau Dr. Janett Haid, aufmerksam zu machen. Im Deutschlandfunk hat sie einen 30-minütigen Radio-Essay zum Thema “Victor Klemperers LTI: Ist ‘Nie wieder!’ wirklich jetzt?” gesendet. In diesem Essay setzt sich Haid intensiv mit Victor Klemperers Werk “LTI – Lingua Tertii Imperii” auseinander, das die Sprache des Nationalsozialismus analysiert und deren manipulative Kraft aufzeigt.


Klemperers Studien sind nicht nur historisch bedeutsam, sondern auch hochaktuell. Haid untersucht, ob das Versprechen “Nie wieder!” in unserer heutigen Gesellschaft wirklich eingelöst wird und welche Rolle die Sprachkritik dabei spielt. Sie betont die Wichtigkeit, die Sprache als Instrument der Macht zu erkennen und kritisch zu hinterfragen, um demokratische Werte zu schützen.


Der Essay ist ein wichtiger Beitrag zur aktuellen Debatte über Sprache und Politik und unterstreicht die Relevanz von Klemperers Erkenntnissen für unsere Zeit. Wir laden alle Interessierten ein, sich den Beitrag anzuhören und mehr über die Verbindung von Sprache, Macht und Demokratie zu erfahren.

Mehr dazu findet ihr hier.

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Letzte Änderung: 11.06.2026 -
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