Aktuelles aus der Germanistischen Linguistik
Prof. Kersten Sven Roth im Podcast
Sprache in all ihrer Vielfalt ist der Gegenstand, mit dem sich das Team der Germanistischen Linguistik an der OVGU in Forschung und Lehre befasst. Prof. Kersten Sven Roth hat über dieses Spektum in einer Folge des OVGU-Podcasts "Wissen wann du willst" gesprochen, der im Dezember 2020 aufgezeichnet wurde. Ein Gespräch über Virologen im politischen Diskurs, Sprachwandel, Donald Trump und vieles andere - hier zum Nachhören!
Korpuslinguistische Pilotstudie zum Corona-Diskurs
Im digitalen Sommersemester 2020, das nahezu zeitgleich mit dem ersten Lockdown begann, ist im Rahmen eines spontan angesetzten Forschungsseminars zum laufenden Corona-Diskurs (Prof. Roth) eine kleine qualitativ-empirische Pilotstudie entstanden. Sie trägt den Titel "Sphärenvermischung zwischen Wissenschaft und Politik? Eine korpuslinguistische Pilotstudie zum Corona-Diskurs im März und April 2020 anhand der Protagonisten Christian Drosten und Jens Spahn" und ist hier nachzulesen:
Glückwünsche zum Jubiläum: 30 Jahre Arbeitsstelle Niederdeutsch
Wir freuen uns über das 30-jährige Jubiläum der Arbeitsstelle Niederdeutsch unter Leitung von Dr. Ursula Föllner und Dr. Saskia Luther und gratulieren herzlich!
Die Universität hat mit Dr. Föllner und Dr. Luther zum feierlichen Anlass ein Gespräch geführt. Das vollständige Interview finden Sie hier: Wat mutt, dat mutt! - Arbeitsstelle Niederdeutsch - OVGU-Interview
Zur Seite der Arbeitsstelle Niederdeutsch gelangen Sie über den folgenden Link: Homepage der Arbeitsstelle Niederdeutsch
Neues Rahmenprojekt zur Erforschung des Niederdeutschen in Sachsen-Anhalt
Die Arbeitsstelle Niederdeutsch der Germanistischen Linguistik an der OVGU feiert in diesem Jahr ihr 30-jähriges Jubiläum. Anlass genug für den Start eines neuen, langfristig angelegten Rahmenprojekts zur systematischen Erforschung des Niederdeutschen in Sachsen-Anhalt: Projekt Niederdeutsch in Sachsen-Anhalt
Projektstart: Zwischen Elfenbeinturm und rauer See
In Kooperation mit einem Team der TU Darmstadt und gefördert von der Klaus Tschira Stiftung hat das Team der Germanistischen Linguistik zum 1.11. ein Forschunsprojekt begonnen, in dem das Verhältnis von Wissenschaft und Politik im gegenwärtigen Diskurs rund um Corona und die medialen Bedingungen, unter denen es steht, untersucht werden.
Weitere Informationen finden Sie an dieser Stelle.
"Aptum"-Ausgabe zu Corona erschienen!
Was bedeutet denn nun "Systemrelevanz"?
Was ist schief gelaufen im prekären Verhältnis von Wissenschaft, Politik und Medien in der öffentlichen Kommunikation zwischen März und Mai 2020?
Wie sind andere Länder umgegangen mit der sprachlich-kommunikativen Herausforderung "Corona"?
Und: Was könnte die angewandte Linguistik zu alle dem zu sagen haben?
Mit Fragen wie diesen befassen sich 26 essayistische Notizen von namhaften - vorwiegend germanistischen - Linguistinnen und Linguisten, die das so eben erschienene Doppelheft der Zeitschrift "Aptum. Zeitschrift für Sprachkritik und Sprachkultur" zusammenträgt. Ende März hatten die Herausgeber der Zeitschrift einen Aufruf an zahlreiche Kolleginnen und Kollegen verschickt, der dazu aufforderte, die Stimme der Sprachwissenschaft schon mitten in den Zeiten allgemeiner, das heißt auch eigener Verunsicherung zu erheben und also nicht erst darauf zu warten, bis in einigen Jahren all die dann zwar fachlich abgesicherten, aber kaum noch öffentlich interessierenden linguistischen Analysen vorliegen, die zweifellos notwendig sein werden. Das gewünschte Format war entsprechend die essayistische Notiz, Ziel so etwas wie ein "Notizbuch vieler Philologen".
Die Resonanz war überraschend groß, so dass nun mit "Corona. Essayistische Notizen zum Diskurs" erstmals in der Geschichte der Zeitschrift ein Doppelheft von Aptum erschienen ist.
Die Beiträge stehen auch open access zur Verfügung: http://www.hempen-verlag.de/aptum-band-16-2020-heft-2.html
"Aptum. Zeitschrift für Sprachkritik und Sprachkultur" wurde mit dem Anspruch, einen Brückenschlag zwischen einer an sprachkritischen Fragen interessierten kulturwissenschaftlichen Sprachwissenschaft und der interessierten Öffentlichkeit zu schlagen, im Jahr 2005 von Prof. Dr. em. Jürgen Schiewe (Universität Greifswald) und Prof. Dr. Martin Wengeler (Universität Trier) gegründet und erscheint seitdem in drei Ausgaben pro Jahr im Hempen-Verlag Bremen. In diesem Jahr hat Prof. Dr. Kersten Sven Roth (Universität Magdeburg) die Co-Herausgeberschaft von Jürgen Schiewe übernommen. Die Redaktion ist seitdem am Lehrstuhl für Germanistische Linguistik der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg angesiedelt (sabrina.gutt@ovgu.de).